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Zur Bewertung der im Folgenden erwähnten Überlieferungen

Hauptteil · Volltext-Kapitel aus dem Buch Das strikte Verbot des Tötens von Frauen, Kindern und sonstigen Wehrlosen im Islam · Als PDF lesen

In dieser Schrift werden zahlreiche Überlieferungen aus den Werken der frühislamischen Hadith-Wissenschaftler2 zitiert. Grundsätzlich ist nach den Richtlinien der islamischen Hadith-Wissenschaft hierbei auch die Analyse der jeweiligen Überlieferungsketten erforderlich.

Da es hier jedoch darum geht, die Fülle der Überlieferungen zu den thematisierten Inhalten zu zeigen, soll dem Leser eine längere Diskussion der einzelnen Ketten erspart bleiben.

Die Vielzahl an verschiedenen Überlieferungen zeigt – auch gemäß den Grundlagen der Hadith-Wissenschaften selbst –, dass der allgemeine Inhalt zweifelsohne authentisch sein muss, selbst wenn die Wortlaute einzelner Überlieferungen teilweise variieren und in einigen Fällen auch Schwächen hinsichtlich ihrer Überlieferung aufweisen.

Bei einigen Überlieferungen wird jedoch auf offensichtliche Schwächen in der Überlieferungskette hingewiesen.

Fußnoten

  1. Ein Hadith ist eine Überlieferung vom bzw. über den Propheten صلى الله عليه وسلم. Die Gesamtheit solcher Überlieferungen wird Sunnah genannt und stellt neben dem Koran die zweite primäre Rechtsquelle des Islam dar. Dabei ist zu beachten, dass es in der Frühzeit des Islam gängig war, auch Überlieferungen von den ersten nachfolgenden Generationen als Hadith zu bezeichnen. Die Unterscheidung zwischen Hadith für eine Überlieferung vom Propheten im Speziellen und Athar (Pl. Athar) für sonstige Überlieferungen, manifestierte sich erst später, wurde aber auch nicht von allen Hadith-Wissenschaftlern übernommen. In diesem Sinne ist es nicht falsch in Bezug auf die Überlieferungen von den ersten Generationen ganz allgemein von Hadith-Überlieferung, Hadith-Wissenschaft bzw. Hadith-wissenschaftlichen Werken zu sprechen.