Die Zunge ist der Untergang vieler Menschen
Es gibt nur wenig, was den Menschen so schnell dem Höllenfeuer näher bringt, wie seine eigene Zunge. Während die ersten Generationen der Muslime gut nachgedacht haben, bevor sie etwas sagten, sagt man heute erstmal alles, was einem einfällt, um anschließend Schadensbegrenzung zu betreiben.
Ibnu Abi d-Dunya erwähnt in seinem Werk „As-Samt wa Adabu l-Lisan“, dass Ibnu Mas'ud - möge Allah mit ihm zufrieden sein - sagte:
«مَا شَيْءٌ أَحَقَّ بِطُولِ سِجْنٍ مِنَ اللِّسَانِ»
„Es gibt nichts, das so sehr das Recht darauf hat, lange in Gefangenschaft zu sein, wie die Zunge.“
Subhana-llah!
Ebenso erwähnt Ibnu Abi d-Dunya im selben Werk, dass ar-Rabi' ibnu Khuthaym zu sagen pflegte:
لَا خَيْرَ فِي الْكَلَامِ إِلَّا فِي تِسْعٍ: تَهْلِيلٍ، وَتَكْبِيرٍ، وَتَسْبِيحٍ، وَتَحْمِيدٍ، وَسُؤَالِكَ عَنِ الْخَيْرِ، وَتَعَوُّذِكَ مِنَ الشَّرِّ، وَأَمْرِكَ بِالْمَعْرُوفِ، وَنَهْيِكَ عَنِ الْمُنْكَرِ، وَقِرَاءَتِكَ الْقُرْآنَ
„Es gibt kein Gutes in irgendeiner Rede, außer in Neun: Tahlil (la ilaha illa-llah), Takbir (Allahu Akbar), Tasbih (Subhana-llah), Tahmid (al-Hamdu lillah), dass du nach dem Guten fragst, dass du vor dem Übel Zuflucht suchst, dein Gebieten des Guten, dein Verbieten des Schlechten und dein Lesen des Qur'an.“
Wir sehen also, welche große Lücke zwischen uns und den früheren Generationen klafft.
Während sie sich Gedanken machten, wie sie ihre Zunge zu ihrem Vorteil nutzen konnten, sieht man heute, wie die Menschen mit ihren Zungen um die Hölle wetteifern.
Möge Allah uns vor der ungezügelten Zunge und der Leichtfertigkeit im Reden bewahren. Amin.