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Die Liebe zu allen Propheten عليهم السلام

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Es sollte klar sein, dass es sich bei jenen Zeichnungen, die weltweit immer wieder die Gemüter erhitzen, um nichts anderes handelt, als irgendwelche lächerlichen Vorstellungen, die einem kleingeistigen Verstand entspringen, der offenbar irgendwo ziemlich am Anfang in seiner Entwicklung stehen geblieben ist. Nichts zu tun hat das Ganze jedenfalls mit dem Propheten صلى الله عليه وسلم. Deshalb sollten Muslime dieses absurde Gekritzel nirgends als Karikaturen von ihm صلى الله عليه وسلم bezeichnen.

Wörter wie z. B. „Karikaturenstreit“ sind hingegen keine klare Zuordnung und deshalb kann man dieses Wort z. B. auch verwenden, um diese absurde Problematik zu beschreiben.

Ebenso sollte darauf hingewiesen werden, dass es für einen Muslim nicht in Ordnung ist, das Gekritzel zu teilen bzw. weiterzuschicken.

Es wird ausdrücklich erwähnt in späteren Büchern der islamischen Geschichte, dass von damaligen Aussagen, wie z. B. Schmähgedichten, die gegen den Propheten صلى الله عليه وسلم gerichtet waren, nichts übriggeblieben ist, weil die Muslime diese Dinge bewusst nicht verbreitet hatten.

Wenn einige Nicht-Muslime mit absonderlichem Benehmen unter dem Deckmantel der angeblichen Meinungsfreiheit solche Dinge schon verbreiten, dann zählt für Muslime umso mehr, dass sie davon nichts verbreiten.

Zu dieser Thematik gehört auch, dass man z. B. verunglimpfende oder beleidigende Rede über irgendeinen Propheten, wie z. B. 'Isa/Jesus oder Musa/Moses – Friede, Segen und Lob Allahs auf ihnen allen –nicht verbreiten soll1.

Dies zählt auch dann, wenn man so eine Aussage nur zitiert oder ein Beispiel geben will. Z. B. kann es sein, dass manche Leute sagen: „Wenn jemand beispielsweise über Jesus … sagt, dann kann er kein Muslim sein“, und dabei etwas Beleidigendes zitieren.

Die Aussage an sich stimmt, denn wer einen Propheten beleidigt, im Wissen darüber, dass es sich um einen Propheten handelt, der hat dadurch eine Tat/Aussage von den Nawaqidu l-Iman begangen/getätigt, also von den Dingen, die den Iman aufheben. Jedoch wäre es ein klarer Fehler, wenn ein Muslim während dieser Aussage grundlos2 etwas Beleidigendes über diese ehrbaren Propheten zitiert.

Dabei geht es vor allem um beleidigende und herabwürdigende Aussagen oder Darstellungen. Falsche Glaubensinhalte von Sekten und Ähnliches können natürlich – und müssen auch teilweise – zu Lehrzwecken erwähnt werden, um ihre Falschheit aufzuzeigen und davor zu warnen.

Es erschien wichtig in der aktuellen Situation, die Muslime für diese Dinge zu sensibilisieren. Große Vorsicht und Sensibilität in diesen Dingen ist ein Zeichen des Iman einer Person und des guten islamischen Verhaltens (al-Adabu wa-l-Akhlaqu l-islamiyyah).

Wallahu a'lam ... und Allah weiß es am besten.

Fußnoten

  1. Vom Grundsatz her bezieht sich dies auch auf andere rechtschaffene Personen, wie z. B. rechtschaffene Persönlichkeiten der Salaf.

  2. Liegt hingegen ein Grund vor, der dies notwendig macht, wie die Erbringung einer Zeugenaussage und Ähnliches, so wäre dies eine spezielle Situation. Solche Dinge sollten aber von wissenden Menschen bemessen und nicht in aller Öffentlichkeit von jedem gewöhnlichen Muslim weiterverbreitet werden.