Überlieferungsweg von as-Suddi
وَمَا ذَكَرْنَا فِيهِ عَنِ السُّدِّىِّ بِلَا إِسْنَادٍ فَهُوَ مَا:
حَدَّثَنَا أَبُو زُرْعَةَ ثنا عَمْرُو بْنُ حَمَّادِ بْنِ طَلْحَةَ ثنا أَسْبَاطٌ عَنِ السدى.
Und was das betrifft, was wir von as-Suddi ohne Überlieferungskette erwähnen, so ist es:
Was uns Abu Zur'ah erzählte, es berichtete uns 'Amr ibnu Hammad ibni Talhah, es erzählte uns Asbat von as-Suddi.
Wir sehen hier ein Beispiel einer Überlieferung, bei der Ibnu Abi Hatim ar-Razi von Abu Zur'ah ar-Razi überliefert. In den Kurzbiografien am Anfang dieses Buches wurde bereits erwähnt, dass Abu Zur'ah einer der bedeutendsten Lehrer des Verfassers war. In dieser Überlieferung ist Abu Zur'ah also der Shaikh von Ibnu Abi Hatim, wie dies auch in vielen anderen Überlieferungen in seinem Tafsir der Fall ist.
Auch diese Überlieferung hat eine kurze Überlieferungskette. Es handelt sich um einen „Isnad Thulathi“, also einen dreistelligen Isnad. Abu Zur'ah, der selbst ein Imam und einer der größten Gelehrten des „Al-Jarhu wa-t-Ta'dil“, der Wissenschaft der Überlieferer, war, überliefert diesen Hadith also mit nur zwei Personen in der Kette vor ihm. Sie ist somit sehr kurz.
Der Tafsir wird bei diesem Überlieferungsweg von Isma'il ibnu 'Abdirrahman ibni Abi Karimah as-Suddi überliefert, der auch als „as-Suddi al-kabir“, der „große“ bzw. „ältere“ Suddi, bekannt wurde, wodurch man ihn von Muhammad ibnu Marwan al-Kufi, dem „kleinen“ bzw. „jüngeren“ Suddi unterschied, der im Gegensatz zum großen Suddi in der Überlieferung als schwach galt.
Ganz allgemein ist von as-Suddi al-kabir die Rede, wenn sonst nichts erklärt wird. Der „kleine Suddi“ lebte später, als der „große“ und ist von Ibnu Abi Hatim hier nicht gemeint. Wenn man sich die Ahnenkette des kleinen Suddi ansieht, entdeckt man, dass es sich bei ihm um einen Nachfahren des großen Suddis handelte, nämlich um seinen Urenkel.
Die Tafsir-Überlieferungen von as-Suddi verlieren dadurch etwas an Stärke, dass dieser eine Sammlung von Aussagen zum Tafsir weitergab, die unterschiedliche Überlieferungsketten beinhaltete. As-Suddi mischte diese Überlieferungen, ließ aber der Kürze halber bei den einzelnen Überlieferungen den dazugehörigen Isnad unerwähnt.
Man sieht hier aber, dass Ibnu Abi Hatim diesen Isnad insoweit als tauglich ansah, dass er Überlieferungen von diesem Weg in seinem Tafsir erwähnte – was nicht unbedingt heißt, dass er ihn beispielsweise in der klassischen Hadith-Überlieferung ebenfalls so behandelte.
Wie mehrfach erwähnt, gingen solche Beurteilungen der frühen Gelehrten auf ihre umfassenden Kenntnisse zurück. Sie wussten also, dass die Überlieferungen aus einer gewissen Quelle bei der Gelehrsamkeit ihrer Zeit und vor ihnen im Allgemeinen als vertrauenswürdig galten und die Auslegungen sich mit den bekannten und verbreiteten Auslegungen deckten.
Diese Hinweise sollen hier für einen kurzen Einblick genügen, da in diesem kurzgefassten Rahmen auf Angelegenheiten dieser Art nicht im Detail eingegangen werden kann.