Überlieferungsweg von ar-Rabi' ibnu Anas
وَمَا ذَكَرْنَا عَنِ الرَّبِيعِ بْنِ أَنَسٍ بِلَا إِسْنَادٍ فَهُوَ مَا:
حَدَّثَنَا أَبِي ثنا أَحْمَدُ بْنُ عَبْدِ الرَّحْمَنِ الدَّشْتَكِيُّ ثنا عَبْدُ اللَّهِ بْنُ أَبِي جَعْفَرٍ عَنْ أَبِيهِ عَنِ الرَّبِيعِ بْنِ أَنَسٍ.
Und was wir von ar-Rabi' ibnu Anas ohne Überlieferungskette erwähnten, so ist es:
Was uns mein Vater erzählte, es erzählte uns Ahmad ibnu 'Abdirrahman ad-Dashtaki51, es erzählte uns 'Abdullah ibnu Abi Ja'far, von seinem Vater, von ar-Rabi' ibnu Anas.
Bei diesem Überlieferungsweg überliefert Ibnu Abi Hatim von ar-Rabi' ibnu Anas selbst, wobei dieser also nicht nur einer der Überlieferer ist. ar-Rabi' hat in diesen Fällen also diese Aussage zum Tafsir selbst geäußert bzw. sie nicht explizit von anderen überliefert. Die Überlieferungskette unterscheidet sich auch von der zuvor erwähnten, in der er ebenfalls aufscheint.
In diesem Isnad ist der Shaikh Ibnu Abi Hatims sein Vater, Abu Hatim Muhammad ibnu Idris ibni l-Mundhir al-Handhali ar-Razi und er hörte von ihm in einer Sitzung. Abu Hatim überlieferte von ad-Dashtaki, der selbst ein Razi war. Dashtak war ein Vorort von ar-Rayy.
Auch 'Abdullah, der Sohn von Abu Ja'far ar-Razi, und sein Vater haben diesen Beinahmen. Es befinden sich in dieser Kette also fünf Razis, was sich dadurch erklärt, dass die Gelehrten gewohnheitsgemäß das Wissen an die Menschen in ihrem Umfeld weitergaben. Die Überlieferer waren also auch unter den Menschen dieser Gegend bekannt und natürlich auch darüber hinaus.
Ar-Rabi' ibnu Anas stammte aus Basra, ließ sich aber in Khurasan52 nieder und zählte deshalb zu den bedeutenden Gelehrten dieser Gegend. Von ihm wurde das Wissen dann von den Gelehrten von Khurasan weiterüberliefert. An diesem Beispiel sieht man auch gut, wie das Wissen sich von einem Ort zum anderen bewegte.
Die Überlieferungskette ist wiederum vierstellig. Interessant ist, dass in der Kette zwei Personen von ihrem Vater überliefern, Ibnu Abi Hatim und 'Abdullah ibnu Abi Ja'far, was nicht unerheblich ist, da der Sohn seinen Vater im Allgemeinen sehr gut kennt. Wenn bei einer solchen Überlieferung Schwächen diskutiert werden – wie es bei diesem Isnad auch der Fall ist –, so geht es dabei nicht um Personen, die gelogen haben, sondern, denen Fehler unterlaufen sind. In so einem Fall kann der Sohn aufgrund der Kenntnis über seinen Vater häufig besser unterscheiden als andere Personen.
Es kam jedoch auch vor, dass Gelehrte von ihrem Vater überlieferten und dieser als schwach einzustufen war, ja sogar, dass große Imame ihren eigenen Vater als schwach einstuften, was die große Korrektheit und Ehrlichkeit der muslimischen Gelehrten zeigt.