Die Jahmiyyah wurden nicht als Muslime betrachtet, was auch für die damaligen Regenten galt
Aus der obigen Aussage über Yahya ibnu Ma'in werden ebenfalls folgende Dinge klar:
- Al-Ma'mun, der damals als Amiru l-Mu'minin betitelt wurde und als offizieller Anführer der Muslime galt, war ein bekannter Vertreter des Gedankenguts der Jahmiyyah. Er zeigte offen seine Meinung, der Qur'an wäre erschaffen. Bekanntermaßen wurden die Muslime und ihre Gelehrten damals auch mehr und mehr mit Gewalt zu dieser Aussage gezwungen.
- Die Gelehrten beteten nicht hinter den Jahmiyyah, und falls sie das Jumu'ah-Gebet hinter ihnen beteten, wiederholten sie dieses. Wie man an der zitierten Aussage sehen kann, bezog sich das vor allem auch ausdrücklich auf Regenten, wie al-Ma'mun und seinesgleichen. So jemand wurde von den Gelehrten also nicht als Muslim betrachtet.
Das hier Gesagte, lässt sich natürlich anhand vieler Aussagen zeigen, auch wenn wir uns hier mit diesem Beispiel begnügen. Es sollte auf diese Tatsache hingewiesen und auch gezeigt werden, wie sich dies aus einer einzelnen Aussage bereits verstehen lässt.