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Die große Erleichterung durch das Wissen - am Beispiel des Mash

Volltext-Kapitel aus der Schrift Al-Mash (المَسْح) – Das Streichen über die Socken · Als PDF lesen

Bei der Gebetswaschung ist es dem Muslim erlaubt, über die Socken bzw. Schuhe zu streichen, anstatt seine Füße zu waschen, also der sogenannte Mash.

Darin liegt eine große Erleichterung, jedoch nur für denjenigen, der darüber auch Wissen hat. Wer dies nicht weiß, der kann davon nicht profitieren. Außerdem gibt es beim Mash mehr Erleichterung als viele Muslime wissen.

Al-Bukhari und Muslim überliefern folgende Aussage von al-Mughirah ibnu Schu'bah (Wortlaut von al-Bukhari):

كُنْتُ مَعَ النَّبِيِّ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ فِي سَفَرٍ، فَأَهْوَيْتُ لِأَنْزِعَ خُفَّيْهِ فَقَالَ: دَعْهُمَا فَإِنِّي ‌أَدْخَلْتُهُمَا ‌طَاهِرَتَيْنِ. فَمَسَحَ عَلَيْهِمَا

„Ich war mit dem Propheten صلى الله عليه وسلم auf einer Reise. So ging ich hinunter, um seine beiden Lederschuhe (Khuffaihi) [für den Wudu'] auszuziehen. Darauf sagte er: ‚Lass sie, denn ich habe sie beide [die Füße in die Schuhe] hineingetan während sie beide rein waren', und er strich über sie beide.“

Wichtig ist also beim Mash, dass die Schuhe angezogen wurden während man im Zustand der rituellen Reinheit ist.

Hinweis: Es ist besser, die Socken bzw. Schuhe erst dann anzuziehen, wenn man beide Füße gewaschen und den Wudu' somit vollendet hat. Denn mehrere der frühen Fuqaha' hatten die Ansicht, dass man den Mash nicht durchführen darf, wenn man einen Fuß wäscht und ihn dann sogleich anzieht, weil dies nicht dem Wortlaut im Hadith entspricht.

'Abdu r-Razzaq erwähnt im Musannaf von Sufyan ath-Thauri (gest. 161 n. H.) folgende Aussagen:

... تَمْسَحُ مِنَ الْحَدَثِ إِلَى مِثْلِهَا مِنَ الْغَدِ» يَقُولُ: «لَوْ تَوَضَّأْتَ حِينَ الْفَجْرِ، فَلَمْ تُحْدِثْ حَتَّى كَانَ الْعَصْرُ فَإِنَّكَ تَمْسَحُ عَلَيْهِمَا حَتَّى الْعَصْرِ مِنَ الْغَدِ»

„… Du machst den Mash von einem Hadath [Verlust der Reinheit] bis zu demjenigen am nächsten Tag“ er sagte (erklärend): „Wenn du Wudu' gemacht hast zur Zeit des Fajr und dieses nicht verlierst bis die 'Asr-Zeit eintritt, dann streichst du über die beiden [Schuhe] bis zum 'Asr des nächsten Tages.“

Ibnu l-Mundhir (gest. 319 n. H.) überliefert in seinem Werk al-Ausat interessanterweise den Ijma', also den Konsens (!), von allen Gelehrten, über deren Aussage er Wissen besitzt, über folgende Angelegenheit:

أَنَّ الرَّجُلَ إِذَا تَطَهَّرَ فَأَكْمَلَ طُهُورَهُ، ثُمَّ لَبِسَ الْخُفَّيْنِ، ثُمَّ أَحْدَثَ فَتَوَضَّأَ أَنَّ لَهُ أَنْ يَمْسَحَ عَلَى خُفَّيْهِ

„…, dass der Mensch, wenn er sich [für das Gebet] wäscht und seine Waschung vollendet, sodann seine Lederschuhe anzieht, danach die Reinheit verliert und sich [wieder für das Gebet] wäscht, dass es ihm gestattet ist, den Mash durchzuführen.“

Wer dieses Wissen besitzt, der erhält dadurch also viel Erleichterung in der Ausübung seiner Religion und in seinem täglichen Leben. Dies ist ein gutes Beispiel dafür, dass Allah dem Muslim durch das Wissen sehr viel Erleichterung gibt, in seinem Din und seiner Dunya.

Möge Allah uns immer an Wissen zunehmen lassen und uns dadurch alles immer leichter machen. Amin.

Wallahu a'lam ... und Allah weiß es am besten.