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Kapitel der Schrift: Interreligiöser Dialog und religionsübergreifendes Studium – Allgemeine Betrachtung – Eigene Erfahrungen · Als PDF lesen

Das Buch „Respektvoll miteinander – Evangelische Christen und Muslime in Österreich – Eine Orientierungshilfe“

Dieses Buch war im Speziellen interessant für mich. Wie im Vorwort des Buches erwähnt, war die evangelische Universitätsprofessorin Dr. Susanne Heine federführend an der Zusammenstellung des Textes beteiligt.

Dr. Geist bestätigte mir, dass Frau Heine offenbar den maßgeblichsten Einfluss auf den Inhalt hatte. Ich muss sagen, dass ich bei einigen Passagen etwas erstaunt war, dass sie in dieser Form erwähnt wurden. Sie ließen für mich jedenfalls auf Weitblick und großes Feingefühl von Seiten jener Professorin im Umgang mit diesen, von ihr angesprochenen Themen schließen.

Die gesamte Zielsetzung des Buches, zu erörtern, welchen Sinn ein Dialog zwischen Religionen – im Speziellen zwischen Christen und Muslimen – haben könnte bzw. sollte, schien mir von Anfang an sehr durchdacht zu sein.

Bei mir kam während des Lesens öfters der Gedanke auf, wie gut es wäre, wenn Juristen und regierende Kreise so eine Weitsicht und solch ein Feingefühl an den Tag legen würden. Die genannten Kreise agieren jedoch in solchen Bezügen leider meistens ohne jegliche Weitsicht und ohne das notwendige Wissen in diesen Bereichen. Ganz offensichtlich sind die Intentionen dahinter rein populistischer Natur und zielen nur darauf ab, den Willen der breiten Masse zu befriedigen und sich dann von dieser feiern zu lassen.

Von einem Verständnis für die grundlegendsten Dinge in Bezug auf den Islam und seine Anhänger sind die Justiz und ihre bestellten „Islam-Kenner“ meilenweit entfernt.

Wenn sie ein wirkliches Verständnis tatsächlich anstreben, wären sie gut beraten, wichtige Dinge zu berücksichtigen, auf die z. B. Heine in jenem Buch auch hinweist.

Sollte ich die Zeit finden, wäre es sinnvoll, einige Inhalte dieses Buches näher zu besprechen bzw. zu kommentieren.

Neben dem zuvor genannten Buch „Evangelisch – Standpunkte für christliches Leben“ bekam ich auch durch dieses Buch weiter das Gefühl, dass der Dialog mit den Evangelischen in einigen Hinsichten durch eine gewisse Nähe in einigen theologischen Standpunkten erleichtert ist – auch wenn sich dies nicht konsequent auf jeden Inhalt bezieht, der dem evangelischen Christentum zu eigen ist.