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Kapitel der Schrift: Systematischer Kindesentzug? – Die Situation der Muslime in Europa · Als PDF lesen

Eine vorhersehbare Entwicklung - Gedanken zur Auswanderung von Muslimen

Eigentlich verwundert es nicht, dass die westlichen Länder in ihrem Bemühen, den Islam in ihren Ländern zu schwächen, zu allen möglichen Mitteln greifen. Wer einigermaßen Verständnis besitzt, der hat solche Reaktionen sicher schon seit langem erwartet. Es ist im Grunde nur ein weiterer Mosaikstein im Gesamtbild.

In einer früheren Beitragsreihe wurde bereits auf die Islamverfolgung in diesen Ländern eingegangen. Ebenso wurden Unternehmungen wie die Einführung der Impfpflicht angesprochen und auf die diesbezüglichen Bedenken aus islamrechtlicher Sicht hingewiesen.

Es wurde schon angesprochen, dass die Regierungen solcher Länder offenbar darauf hinarbeiten, Muslime zur Auswanderung zu bewegen, und dass es als Muslim durchaus Sinn macht, diesen Wünschen zu entsprechen.

Zunehmende Islamverfolgung, systematischer Kindesentzug und diverse Dummheiten sind nicht unbedingt gute Lebensbedingungen, selbst wenn man nur das tägliche Leben betrachtet.

Der Muslim sollte aber viel weiter denken, nämlich an die Ausübung seiner Religion. Die muslimischen Rechtsgelehrten wiesen immer wieder darauf hin, dass der Muslim nur unter Bedingungen in nicht-muslimischen Gesellschaften leben darf – eine davon ist die Fähigkeit, die Religion äußerlich zu zeigen und ausleben zu können.

Dabei erklärten sie auch, dass dies nicht nur bedeutet, die Erlaubnis zu bekommen, zu beten und den Qur'an zu lesen, sondern die Grundlagen der Religion deutlich zu vertreten. Genau das wird aber mittlerweile schon kriminalisiert in diesen Ländern.

Vor einiger Zeit wurde in der Schweiz ein Mann verurteilt, weil er bei einer Freitagsansprache einen Qur'an-Vers rezitierte. Da er die Ayah nicht kommentierte und sich vom Inhalt nicht distanzierte, wurde dieses bloße Lesen einer Ayah des Qur'an kriminalisiert.

Was würden also die frühen Rechtsgelehrten / Fuqaha' zu solchen Umständen sagen?

Nun argumentieren viele damit, dass es ja heute keine durch und durch islamische Gesellschaft gibt, weshalb jegliche Gedanken an einen Umzug in ein anderes Land nicht wirklich zielführend wären. Dies kann jedoch nicht so einfach angenommen werden.

Wenn jemand seine Umstände nicht optimal verändern kann, dann heißt das nicht, dass er eine große Veränderung gar nicht erst anstreben müsste. Und der Unterschied zwischen europäischen und islamisch geprägten Ländern wird von Jahr zu Jahr größer, wie man schon bei den Themen Kindeserziehung und Kindesentziehung sehen kann.

Was man in Westeuropa als höchsten Entwicklungsgrad der Menschheit erkennen will, äußert sich auch darin, dass die von Selbstsucht geplagten "Übermenschen" keine Kinder mehr wollen, weil diese ihrem massiven Ego nur im Weg stehen.

Anderen Kulturen die Kinder zu entziehen, könnte daher offenbar gleich zwei Probleme lösen. Loswerden, was man ohnehin nicht will, und Nachschub von genderkonformen, modernen Arbeitssklaven, um das eigene System etwas länger am Leben zu halten.

Muslime sollten sich gut überlegen, ob sie diesen "übermenschlichen" Phantasien wirklich dienen wollen.