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Kapitel der Schrift: Einige Hinweise zu Entwicklungen im englischsprachigen Raum · Als PDF lesen

Die Versuche einzelne Schriften zu entkräften, können niemals Konsensmeinungen widerlegen

An dieser Stelle ist nochmals hervorzuheben, dass es heute durchaus viele und auch zunehmende Versuche gibt, einzelne frühe Schriften abzulehnen und ihre Authentizität in Zweifel zu ziehen. Aber schon diese Versuche solcher Personen zeigen, dass sie keine Ahnung haben können von der frühen Literatur.

Wer die zahlreichen Bücher der größten Persönlichkeiten der Muslime kennt, der weiß ohne irgendeinen Zweifel, dass es sich um breit überlieferte Konsensmeinungen handelt und die Entkräftigung einzelner Schriften überhaupt nichts bringt und ein sinnloses Unterfangen darstellt.

In diesem Zusammenhang kann als Beispiel Yasir Qadhi erwähnt werden und sein Versuch, die Schrift as-Sunnah von al-Hasan ibnu 'Aliyy al-Barbahari zu entkräften und ihr die Authentizität abzusprechen5. Dies ist jedoch nicht so einfach, wie manche Leute behaupten, wenn über die handschriftlichen Manuskripte (Makhtutat) gesprochen wird.

Am Ende läuft die Argumentation solcher Leute jedoch darauf hinaus, die Schrift abzulehnen, weil man meint, im Inhalt Unstimmigkeiten zu erkennen. Letztlich ist es eine sehr oberflächliche Herangehensweise zu sagen, in einer Schrift wären gewisse Fehler enthalten, weshalb sie nicht von einem anerkannten Gelehrten stammen können. Es gibt durchaus Erklärungen, wenn man eine besonnene, wissenschaftliche Vorgehensweise an den Tag legen kann und nicht einfach mit allen Mitteln das widerlegen will, was man selbst nicht vertritt. Dies sei allgemein gesagt, auch wenn hier nicht im Detail auf diese Thematik eingegangen werden kann.

Wichtiger ist hier jedoch der bereits erwähnte Grundsatz, dass es völlig absurd ist, zu denken, man könne die Inhalte dieser Schrift entkräften, wenn man dieser speziellen Schrift ihre Authentizität absprechen kann. Wer so etwas denkt, der belegt damit nur, dass er tatsächlich keine Ahnung von der frühen Literatur hat.

Ebenso wird dies bei anderen einzelnen Schriften versucht, wie dem Text Usulu s-Sunnah von Ahmad, der Schrift as-Sunnah von Harb al-Kirmani und anderen. Wer jedoch einen geringen Einblick in die Texte der Salaf hat, der hat verstanden, dass diese Versuche auf jeden Fall ins Leere laufen müssen.

Fußnoten

  1. Nebenbei gesagt ist natürlich klar, dass alle hier besprochenen Aussagen und Ansichten im englischsprachigen Raum natürlich nicht neu sind, sondern von diesen Predigern einfach aus dem Arabischen übernommen wurden. ↩